Schlechte Erfahrung mit ab-in-den-urlaub.de

Dies ist ein Paradebeispiel für richtig schlechten Kundenservice und bestätigt mir, das ich weiterhin meine Reisen selber zusammenstellen sollte.

Selten das ich sprachlos oder ratlos bin, aber hier wurde selbst ich extrem negativ überrascht und rechtlich ist dies sicherlich ein interessanter Fall (für Hinweise und Ratschläge sind wir sehr offen). Entgegen unserer normalen Reiseart, wollten wir für diesen Sommer eine einfache Pauschalreise für die ganze Familie buchen. Normalerweise, stellen wir unsere Reisen immer komplett selber zusammen und buchen alles selber. Inzwischen sind auch wir an die Schulferien gebunden und unser Zeitrahmen ist in diesem Jahr eingeschränkt. So stöberte ich in diversen Portalen und stellte recht schnell fest, das eine Pauschalreise in die klassischen Länder wie Türkei oder Spanien schon im gehobenen (freundlich ausgedrückt) Preissegment zu finden sind.

Angenehm überrascht war ich von einer Reise in die Arabischen Emirate, nach Ras Al Khaimah, diese ist günstiger als die Türkei oder Mallorca (inkl. Flug und AI wohlgemerkt). Nun erhielt ich in der letzten Zeit häufiger einem 100 Euro Gutschein von ab-in-den-Urlaub.de (gehört zur Unister GmbH wie z.B. reisen.de) per eMail, da dachte ich mir doch, ich löse den einfach mal ein.

Also gab ich die gewünschte Reise vom Veranstalter FTI in das Portal von ab-in-den-Urlaub.de ein und erhielt auch diverse Vorschläge. FTI wurde mir zweimal angeboten, mit einer Flugauswahl über München und über Frankfurt. Die Flugzeiten von München sind viel angenehmer, da Nachtflug nach Dubai und Vormittagsflug zurück. Also entschied ich mich für die München Variante und buchte die entsprechende Reise.

ab-in-den-urlaub.de

Was mich nun völlig erstaunte, auf der Bestätigungsseite und der Bestätigungsemail waren meine eingegeben Daten jetzt anders. So wich das Reisedatum um zwei Tage ab, die Flugzeiten waren jetzt über Frankfurt und noch viel interessanter der Reisepreis war jetzt auf einmal um € 400 teurer. Auch der Veranstalter war nicht mit FTI sondern XFTI.

Tja, was macht man da? Ich also direkt an Telefon und bei der Hotline von ab-in-den-Urlaub angerufen, nach 40min (!) Warteschleife erhielt ich dann die Antwort: „Das war IHR Fehler, die Buchungsdaten sind bei uns korrekt eingegangen“ … boah da war ich erst mal sprachlos … „Sie können sich ja an den Veranstalter FTI wenden, wir können das nicht mehr ändern“ (ich wurde regelrecht beschimpft) … also direkt in München bei FTI angerufen. Auch hier leider kein Erfolg, erst der Hinweis das eigentlich ab-in-den-Urlaub.de dafür zuständig sei und Sie käme auch grad nicht an die Buchung dran (?). Die Dame empfahl mir, am nächsten morgen sich noch mal zu melden. Habe ich gemacht, aber die Kollegin bei FTI versprach zwar einen Rückruf, der blieb aber aus. Inzwischen hatte ich auch per eMail meinen Hinweis an ab-in-den-Urlaub.de geschrieben. Nachdem FTI sich leider nicht gerührt hat, habe ich ein Schreiben an ab-in-den-Urlaub.de und FTI verfasst und vorab per FAX gesendet.

Zumindest hat sich hierauf eine hilfsbereite Dame von Unister/Reisen.de gemeldet und versprochen den Sachverhalt noch einmal zu prüfen. Nach dem Wochenende rief Sie auch zurück, aber weiterhin gleiches Ergebnis. Der Fehler liegt an mir, die Buchung ist korrekt im System verarbeitet worden. Ich könnte die Reise nur noch stornieren.

Tja, nun ist guter Rat teuer, ein gesetzliches Widerrufs oder Rückgaberecht gibt es bei (Pauschal)Reisen nicht. Eine Stornierung kostet über € 880 (!), wobei ich natürlich der Meinung bin das ja gar nichts storniert werden muss, da ich diese Reise so ja nicht gebucht habe.

Die Buchung einer Reise entspricht einer Willenserklärung (vom Reisenden) gegenüber den Vermittler/Anbieter, der diese durch die Buchungsbestätigung annehmen kann. Nun entspricht die Buchungsbestätigung nicht meiner Willenserklärung, aber wer muss das beweisen? Nach Rücksprache mit meinem Anwalt, müsste dies der Vermittler bzw. Veranstalter machen, aber grundsätzlich steht hier wohl Aussage gegen Aussage. Recht haben und recht bekommen.

Soll man hier das Risiko eines Prozesses auf sich nehmen? Wo liegt der Fehler?

Ich kann von ab-in-den-Urlaub nur abraten und empfehlen bei einer Pauschalreise einfach das Reisebüro seines Vertrauens zu kontaktieren.

Interessant auch ein Blick auf Trustpilot: http://www.trustpilot.de/review/www.ab-in-den-urlaub.de/52eb8a160000640002742ba8

 

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